Geschichte

Im wahrsten Sinne „gut behütet“ sind die zehn Frauen, die sich im Aschendorfer Friseurstudio von Anita Maiwald-Szadurski treffen. Bei einem Glas Sekt, Styling-Tipps der Salonchefin und vielen prüfenden Blicken in den Spiegel und auf das Gegenüber feiern die modebewussten Damen die Gründung ihrer Gruppe „Hut Volée“. Die Hut-Freundinnen um ihre Initiatorinnen Maiwald-Szadurski und Anna Bohlen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die in Vergessenheit geratene Welt der Kopfbedeckungen wieder zum Leben zu erwecken.

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Die Hut Volée Damen beim Filmdreh mit dem NDR

„Hüte gehören zu einer Frau. Sie haben etwas Magisches“, sagt Maiwald-Szadurski und stellt wie ihre behüteten Mitstreiterinnen gleich unter Beweis, wie elegant ein gelungenes Outfit inklusive Hut aussehen kann. Die Idee für die Gründung einer solch außergewöhnlichen Gesellschaft hat Bohlen aus einem Dänemark-Urlaub mitgebracht, wo sie selbst auf eine Gruppe Hut tragender Damen stieß und sich von deren Begeisterung für den Hut-Look anstecken ließ. Bereits ein halbes Jahr später waren genug Gleichgesinnte gefunden, um im April 2013 die Gründung von „Hut Volée“ offiziell zu machen.

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Hut-Trägerinnen aus Dänemark

Bei der Recherche zur Geschichte des Hutes begeisterten sich die Frauen immer mehr für das praktische Accessoire und seine Philosophie. Demnach könne der Hut die Persönlichkeit seines Trägers eindrucksvoll zur Geltung bringen, waren sich die Hut-Volée-Damen einig. Den einzigartigen Werdegang der Kopfbedeckung in der Modegeschichte werde allein schon durch die zahlreichen mit ihm verknüpften Redensarten zur Geltung gebracht, wie zum Beispiel „auf der Hut sein“ oder „unter die Haube kommen“. Seit den 1960er Jahren habe sich das alte Handwerk der Hutmacherei aber zurückentwickelt, da man im modernen Alltag und vor allem durch das Aufkommen des Automobils keine Hüte mehr trage. Durch öffentliche Präsentationen und Auftritte mit vielen bunten Kreationen zu denen auch die Kleidung passen müsse, wollen die Hut-Volée-Damen diesem Trend entgegen wirken. „Wir werden auf Events vertreten sein, zu denen der Hut passt“, verraten die Frauen, deren Name „Hut Volée“ sich von der französischen Bezeichnung „Haute Volée“ für „High Society“ ableitet.

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Die Hut Volée Damen im Arkadenhaus mit Inhaber Willy Lückmann (links)

Beim Blütenfest, der Landesgartenschau 2014 in Papenburg sowie diversen Theaterauftritten und Kunstausstellungen sind die Hut-Volée-Damen seither in Erscheinung getreten. Schirmherrin der Damen ist die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann.

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Die Hut-Volée-Damen mit ihrer Schirmherrin, der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU, 5. v.r.)